Vom Zuschlag in der Auktion bis zur Vertragsabwicklung ─ wichtige Informationen zu allen Formalitäten für Mit- und Meistbietende
Sie möchten auf unseren öffentlichen Auktionen mitbieten? Dann bieten wir Ihnen verschiedene Mitbietungsmöglichkeiten an, um an der Auktion teilnehmen zu können und mit ein bisschen Glück Ihre Wunschimmobilie zu ersteigern. Damit nach dem Zuschlag Ihr Wunschobjekt schnellstmöglich in Ihr Eigentum übergeht, gilt es noch die Kosten der Auktion zu begleichen (vgl. Spalte links) sowie einige wenige formelle und rechtliche Themen zu beachten und einzuhalten.
Legitimation
Die Notare unserer Auktionen sind verpflichtet, die Identität des Meistbietenden zu prüfen. Bitte bringen Sie daher als Privatperson zur Auktion Ihren Personalausweis oder Reisepass und Ihre Steueridentifikationsnummer mit. Falls der Meistbietende ein Unternehmen ist, benötigt der Notar den beglaubigten Handelsregisterauszug, die Gesellschafterliste und das steuerliche Identitätsmerkmal (§ 139 AO), um die steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung beantragen zu können. Beachten Sie als Mit- und Meistbietender unserer Auktionen in diesem Zusammenhang bitte auch die nachfolgenden Hinweise zum Geldwäschegesetz.
Hinweise zur Beurkundung
Die Westdeutschen Grundstücksauktionen AG weist formell auf die rechtlichen Rahmenbedingungen hin, die zur Beurkundung des Meistgebotes an den Meistbietenden führen:
Bei der Versteigerung von Immobilien ist das Meistgebot beurkundungsbedürftig. Die Beurkundung erfolgt nach der Auktion. Neben dem zu beurkundenden Kaufvertrag (Muster) in welchen der Einlieferer, der Meistbietende und das Meistgebot aufgenommen werden, gehören zu der notariellen Urkunde folgende Teile:
Besondere Versteigerungsbedingungen/Auslobungstext:
Der Text, der am Tage der Auktion in Anwesenheit aller Bieter verlesen wird. Nur die hier gemachten Angaben sind maßgelblich für die Beschaffenheitsvereinbarungen!Versteigerungsbedingungen:
Diese liegen als sogenannte Verweisungsurkunde in beglaubigter Abschrift vor und werden jedem Meistbietenden ausgehändigt, sie sind jedoch nicht verlesungspflichtig. Sie sind bei der Aufsichtsbehörde hinterlegt und im Katalog abgedruckt.
Nur für den Fall, dass die Vorschriften des § 17 Abs. 2a Satz 2 Nr. 2 Beurkundungsgesetz anzuwenden sind (Verbraucherverträge), wird die Beurkundung mit dem Verbraucher, in Abstimmung mit dem Notariat erfolgen.
Übergang von Nutzen und Lasten
Wenn Sie sich als Meistbietender bei der Ersteigerung eines Objekts auf einer unserer öffentlichen Auktionen erfolgreich mitgeboten und den Kaufpreis vollständig hinterlegt haben (vgl. 2.), gehen –soweit im Einzelfall keine abweichenden Vereinbarungen getroffen werden – zum Monatsersten des Folgemonats der Auktion Nutzen und Lasten auf Sie als Ersteher (Käufer) über.
Downloadcenter: Vertragsmuster, Mindestgebot, Versteigerungsbedingungen, FAQ zum neuen Geldwäschegesetz
Wir stellen hier für Sie einen allgemeinen Mustertext für den nach Zuschlagserteilung abzuschließenden Kaufvertrag sowie eine Vorlage des Mindestgebots, die Allgemeinen Versteigerungsbedingungen und Fragen & Antworten zum Geldwäschegesetz zum Download bereit: